Der Alte Salvan, der die Fäden zieht
 
Ein Sonnenstrahl bricht durch die Wolken
und berührt den Schrein, vor dem ich stehe
auf der Suche nach dir, Alter Salvan;
hier oben, dem Himmel nahe, spinnst du deine Fäden,
gleich mit jedem Sonnenstrahl mit dem du dich
mir zu erkennen gibst;
du spannst sie weit von Schrein zu Schrein im ganzen Fanesreich;
auch im glanz des vollen Mondes webst du an  einem Netz,
dem Lichtkleid,das die Bleichen Berge Tragen;
du weißt auch um die Macht des Sternenlicht
und kannst es kunstgerecht verteilen,
zu allen Gipfeln ziehen, auf die du blickst von hier;
einst hast du dich verfangen in den Fäden, di du zogst,
zu hoch oben, zu entrückt warst du, mit Wolkenhut und Federschuhen;
die Menschen und ihr Leid, sie waren so weit unten,
vergessen hattest du den Dienst für sie;
jetzt ziehst du wieder segensreiche Fäden,
die jene leiten auf dem Weg, die ihnen folgen,
auf dem Weg des Herzens aus Kristall,
für ein neues Reich der Fanes, das die Erde wieder ehrt;
lang hast du auf uns gewartet, bis wir entlich aufgebrochen sind,
um jenen Stein zu suchen, der so unvergleichlich strahlt,
und lang hat es gedauert,
bis wir endlich deine Fäden glitzern sehen konnten;
viele Male sind wir sie entlang gegangen,
gezogen von der Kraft, die durch sie fließt,
als Pilger für die Erde und all ihre Kinder,
denn für sie suchen wir den Stein  aller Steine;
auch du hast dich erinnert, für wen du deine Netze weben sollst,
als du aus deinem Wolkenkuckucksheim gefallen warst
und schmerzhaft Steine unter dir gespürt hast;
jetzt bist du stehts zu Diensten,
und so rufe ich dich herbei, Alter Salvan,
der du alte und neue Fäden zusammenknüpfst,
hier oben, wo Fanes dir zu Füßen liegt;
du lehrst ohne Worte, denn aus deinen Fläschchen,
gefüllt mit Tropfen aus dem großen Sternenfluß
fließt das Verstehen tief in uns ein;
jetzt kann ich es sehen,
das lächeln in deinem zeitlos alten Gesicht;
in deinem Lichtgeflecht kann ich darauf vertrauen,
daß ich den Faden
nie mehr verlieren werde.